Was ist L-Tyrosin und wie ist dessen Wirkung?

Was ist L-Tyrosin und wie ist dessen Wirkung?
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L-Tyrosin Erfahrung

In unserer Gesellschaft ist in den vergangenen Jahren nichts wichtiger geworden als Leistung. Wer hart und ausdauernd arbeitet, erreicht in der Regel großen Erfolg. Leider sieht man an dieser Entwicklung, dass das Wohlbefinden des Individuums immer mehr in den Hintergrund rückt. Die allgemeinen Werte vermitteln, dass man hart und ausgiebig arbeiten muss, sowie seine Grenzen brechen, um seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Nur leider bleiben bei dieser Entwicklung viele auf der Strecke. Man fühlt sich gestresst und verliert die Motivation, da man das Gefühl hat nicht mehr leisten zu können. An dieser Stelle ist es in den vergangenen Jahren gang und gäbe geworden, Hilfsmittel zu nutzen. Kaffee wurde als Aufputschmittel zu einer wahren Volksdroge, aber hat noch die geringsten Nebenwirkungen. Es gibt allerhand Substanzen, welche die Konzentrationsfähigkeit steigern und Stress reduzieren sollen. Leider kommen diese oft mit verheerenden Nebenwirkungen einher. Aber man kann sich anders helfen.

L-Tyrosin – der natürliche Konzentrations-booster?

Es gibt allerdings auch viele Wege seine Leistung, ohne gravierende Nebenwirkungen zu steigern. Seien es Lerntechniken und Routinen, eine gesunde Ernährung, oder doch Substanzen, welche die Prozesse im Gehirn optimal ablaufen lassen. Mit einer Substanz, die alle dies verspricht, beschäftigen wir uns heute. Die Rede ist von L-Tyrosin. Der Stoff wurde in den vergangenen Jahren aufgrund seiner konzentrationsfördernden und stressabbauenden Wirkung bekannt. In diesem Artikel werden sie alles über L-Tyrosin erfahren. Wir klären was L-Tyrosin ist, wie es auf die Neurotransmitter im Gehirn wirkt, welche Rolle es für die Schilddrüse, sowie für Haut und Haare übernimmt. So gehen wir auf die positiven Auswirkungen von L-Tyrosin ein, befassen uns aber auch kritisch mit den Nebenwirkungen von L-Tyrosin. Außerdem klären wir, was sie bei dem Kauf von L-Tyrosin beachten müssen, um dann schließlich unsere L-Tyrosin Erfahrungen mit ihnen zu teilen.

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Was ist L-Tyrosin?

In diesem Abschnitt erklären wir ihnen auf chemischer Ebene, was L-Tyrosin ist und wie der Körper es verwendet. Grundlegend ist L-Tyrosin eine semi-essenzielle Aminosäure. Sie ist also Bestandteil von viele chemischen Verbindungen, muss aber nicht zwingend über sie Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie selbst synthetisieren kann. Dies geschieht durch den Abbau einer essenziellen Aminosäure. So kann Phenylalanin aus der Nahrung, zu L-Tyrosin umgewandelt werden.

Warum benötigt man L-Tyrosin?

L-Tyrosin wird im Dünndarm absorbiert. Von dort aus gelangt es über den portalen Blutkreislauf, also über die Leberpfortader in die Leber. Jetzt wird das L-Tyrosin entweder in der Leber verstoffwechselt oder auf drei weiteren Wegen verarbeitet. Zum einen kann es in übergeordnete Proteine eingebaut werden, wie zum Beispiel in Enkephaline. Diese sind Pentapeptide und gehören zu den, vom Körper selbst produzierten Opioiden. Zum anderen wird L-Tyrosin zu einer Vorstufe von verschiedenen weiteren Stoffen. Unter anderem von L-Thyroxin, dem Schilddrüsenhormon, von Melanin, dem Stoff, welcher Haut und Haaren ihre Farbe gibt oder zu einer Vorstufe von Neurotransmittern, wie zum Beispiel von Dopamin. Die letzte Möglichkeit für den weiteren Weg von L-Tyrosin besteht darin, deaminiert zu werden, also eine Aminogruppe zu verlieren, um dann als Substrat im Stoffwechsel zu dienen. Aufgrund dieser verschiedene Wege lassen sich die positiven Auswirkungen von L-Tyrosin feststellen und erklären.

Wirkung von L-Tyrosin

So kann man einen Zusammenhang mit der Schilddrüse und mit verschiedenen Neurotransmittern feststellen, sowie weitere Effekte, auf die wir in diesem Abschnitt eingehen.

L-Tyrosin als Antioxidans und Radikalfänger

Durch die phenolische, also ringförmige Struktur von L-Tyrosin agiert es als Radikalfänger und bremst somit die Lipidperoxidation. Ausführlich erklärt man das so: Normales Fett (Lipide), welches man aus dem Haushalt kennt, wird mit der Zeit ranzig, genau wie die Lipide in unserem Körper, wo Lipide essenziell am Aufbau von Biomembranen beteiligt sind. Auch diese müssen davor geschützt werden, ihre Struktur zu verändern, also davor übermäßig zu peroxidieren. Geschieht dies nicht, können Alzheimer, Autoimmun- und neurodegenerative Erkrankungen, sowie Arteriosklerose entstehen. Das Problem an der Peroxidation von Lipiden ist, das sie eine Kettenreaktion hervorrufen.

Wie funktionieren Antioxidantien

Sobald ein Sauerstoffradikal mit einem ungepaarten Elektron ein Wasserstoffatom von einem Lipid abspaltet, entsteht ein Lipidradikal mit einem ungepaarten Elektron an einem seiner Kohlenstoffatome. Dieses reagiert mit einem Sauerstoffatom zu einem Lipid-Peroxyl-Radikal, welches wieder ein ungepaartes Elektron an einem Sauerstoffatom trägt. So greift dieses wieder an einem anderen Lipid an und der Kreislauf beginnt, ein Lipid nach dem anderen zu zerstören. Dieser Kreislauf geht so lange, bis Antioxidantien, wie L-Tyrosin als Phenol, mit den reaktionsfreudigen Stoffen reagieren und aus ihnen reaktionsträge ungefährliche Stoffe machen. So kann L-Tyrosin zu einem besseren Schutz vor den oben genannten Krankheiten und zur allgemeinen Gesundheit beitragen. Mehr zu Radikalfängern erfahren sie in einem Artikel von Dr. Renate Hoer von der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

L-Tyrosin für den Hormonhaushalt

Wie wir oben bereits erwähnt haben, wird aus L-Tyrosin die Vorstufe von verschiedenen Neurotransmitter gebildet. Somit kann L-Tyrosin die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Genau genommen wird L-Tyrosin zu einem Stoffe namens, L-Dopa umgewandelt. Dieser ist die Vorstufe der Katecholamine, zu denen Dopamin, Noradrenalin, sowie Adrenalin gehören. Das besondere ist, dass bei der Tyrosinhydroxylase potenzial besteht mehr L-Dopa zu synthetisieren, wenn mehr L-Tyrosin vorliegt. Somit kann auch die Katecholaminsynthese im Gehirn gesteigert werden.

L-Tyrosin für die Schilddrüse, sowie für Haut und Haar

Zudem ist L-Tyrosin ein Baustein der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin. Somit wird es benötigt, um die Schilddrüsenhormone überhaupt und in ausreichender Menge zu produzieren. Außerdem entseht aus L-Tyrosin auch Melanin, das Farbpigment, welches Haut und Haarn ihre Farbe gibt.

L-Tyrosin Mangel

Ein L-Tyrosinmangel kann auf verschiedene Weisen entstehen. Zum Beispiel, wenn zu wenig Proteine zugeführt werden und der Körper dabei unter starkem Stress steht. Aber es gibt auch eine Erkankung namens Phenylketonurie, bei der die Aminosäure Phenylalanin nicht abgebaut werden kann. Somit kann auch kein L-Tyrosin entstehen. Das Phenylalanin sammelt sich als Phenylpyruvat, Phenylacetat oder Phenyllactat im Körper an und kann unbehandelt zu einer schweren geistigen Entwicklungsstörung und Epilepsie führen. Diese Symptome entstehen durch zu viel Phynalanin im Körper, aber es gibt auch Symptome die auf den generellen L-Tyrosin Mangel zurückzuführen sind. Sokann durch den Mangel an Melanin Albanismus entstehen. Hierbei haben Haut und Haare zu wenig oder keine Farbpigmente und sind somit weiß.

Auch Depressionen können durch den L-Tyrosinmangel entstehen, da Glückshormone wie Dopamin nicht richtig gebildet werden können. So entsteht auch häufig ein niedriger Blutdruck und eine kühle Körpertemperatur. Aber ohne L-Tyrosin kann der Körper auch die Schilddrüsenhormone nicht bilden. Somit entstehen, wie für eine Schilddrüsenfehlfunktion typisch, Missbildungen, geistige Einschränkungen sowie Sprachstörungen. Mehr zur Schilddrüse erfahren sei hier.

L-Tyrosin als Nahrungsergänzung

Aber mithilfe der Ergänzung von L-Tyrosin konnte auch generell eine ganze Reihe an Vorteilen festgestellt werden. So kann zusätzliches L-Tyrosin die kognitive Leistung steigern, sowie Stresssymptome wie zum Beispiel Bluthochdruck mindern. Diese Effekte sind gut erforscht und in zahlreichen Studien belegt. Auch für Sportler ist L-Tyrosin interessant, da es den körperlichen Stress beim Training mindert und einen besseren Fokus ermöglicht.

L-Tyrosin bei Stress und Schlafmangel

Die Wirkung von L-Tyrosin bei Stress wurde bereits oft erforscht. So wurden in einer Studie die Probanden starker Kälte ausgesetzt. Ein Teil von ihnen bekam zusätzlich L-Tyrosin und der andere nur ein Placebo. So konnte festgestellt werden, dass L-Tyrosin die negativen Auswirkungen der Kälte, wie eine verminderte Gedächtnisleistung und hohen körperlichen Stress, lindern konnte. Auch Menschen mit Schlafmangel wurden auf eine Leistungssteigerung überprüft. Tatsächlich konnte auch hier eine verbesserte Hirnleistung durch L-Tyrosin festgestellt werden. Aber nicht nur eine verbesserte Hirnleistung, sondern auch eine vermindeter Blutdruck konnte durch die zusätzliche Einnahme von L-Tyrosin erzielt werden.

L-Tyrosin bei Sport

L-Tyrosin ist in vielen Boostern und Trainingssupplements enthalten. Hier wird sich die konzentrationsfördernde und stressabbauende Wirkung zunutze gemacht. So kann man beim Training den Fokus länger aufrechterhalten und der körperliche Stress wird gemindert.

Nebenwirkungen von L-Tyrosin

Wenn man von all diesen positiven Effekten hört, kommt schnell die Frage auf, ob L-Tyrosin auch Nebenwirkungen mit sich bringt. Hierbei kann man Entwarnung geben. Bei einer zusätzlichen Einnahme von L-Tyrosin in der empfohlenen Menge sind keine Nebenwirkungen bekannt. Auch ist L-Tyrosin ein Nahrungsbestandteil und somit muss man keine Angst haben, von der Aminosäure abhängig zu werden. Allerdings kann es bei einer deutliche zu hohen Einnahme von L-Tyrosin zu Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, Unruhe, Angstgefühlen, Herzrasen und Kopfschmerzen kommen. In diesen Fällen sollte man mit der Zuführung umgehend aufhören und einen Arzt besuchen. Auch bei bestimmten Mediakmenten sollte man kein L-Tyrosin nehmen. So können Wechselwirkungen mit zugeführten Schilddrüsenhormonen, sowie mit Antidepressiva entstehen.

L-Tyrosin Dosierung und Einnahme

Die empfohlene einzunehmende Menge schwankt von 500 bis hinzu 2000 mg. So wird häufig eine Einnahme von 100 bis 150 mg pro kg Körpergewicht empfohlen. Da Nahrung die Wirksamkeit von L-Tyrosin mindert, sollte man es Nüchtern, also zum Beispiel vor dem Frühstück, zu sich nehmen. Um die besten Trainingserfolge mit L-Tyrosin zu erzielen, sollte man es allerdings 30 bis 60 min vor dem Training einnehmen.

Auf was sollte bei einem L-Tyrosin Produkt geachtet werden?

Wen es um die Auswahl von einem L-Tyrosin Produkt geht muss man sich grundsätzlich zwischen L-Tyrosin Kapseln oder L-Tyrosin Pulver entscheiden. Ein Pulver ist meistens günstiger und man kann die Portionsgröße frei wählen. Allerdings muss man dieses erst in Wasser auflösen. Im Gegensatz dazu kann man Kapseln jederzeit zu sich nehmen und muss diese vorher nicht portionieren. Die Kapseln können allerdings auch Hüllen enthalten die aus Gelatine besehen und somit nicht vegan sind. Bei einem Pulver ist dies eher selten der Fall und Füllstoffe fallen auf der Zutatenliste sofort auf.

Wie lange ist L-Tyrosin haltbar?

Je nach Hersteller ist L-Tyrosin zwischen ein und drei Jahren haltbar. Man sollte allerdings auf eine luftdicht und trockene Verpackungsmöglichkeit achten und diese bei konstanter Temperatur aufbewahren.

Welche Nahrungsmittel enthalten L-Tyrosin?

Erfahrung L-Tyrosin

Phenylalanin- und Tyrosin-reiche Lebensmittel enthalten pro 100g:

Sojabohnen 1970 mg
Emmentaler Käse 1800 mg
Erdnüsse 1540 mg
Weizenkeime 1200 mg
Mandeln 1400 mg
Thunfisch 1050 mg
Rindfleisch, Filet 930 mg
Forelle, blau 920 mg
Hüttenkäse 635 mg
1 mittleres Ei 400 mg

L-Tyrosin Erfahrung – für wen ist L-Tyrosin

L-Tyrosin ist aufgrund seiner milden Nebenwirkungen theoretisch für die meisten Menschen geeignet. Egal ob man seine Leistung steigern will und hier L-Tyrosin die bessere Alternative zu Kaffee und Amphetaminen darstellt, oder ob man in stressigen Zeiten etwas Ruhe finden will oder einfach sein Training auf das nächste Level bringen. Viele positive L-Tyrosin Erfahrungen wurden bereits gemacht und es spricht vieles dafür, L-Tyrosin einmal auszuprobieren.

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L-Tyrosin Studien:

Marriott BM, ed. Committee on military nutrition research, Food and Nutrition Board, Institute of Medicine. Food components tot enhance performance: an evaluation of potential performance-enhancing food components for operational rations. The National Academy Press 1994;277-312
Quelle

Shurtleff, D., et al., “Tyrosine reverses a cold-induced working memory deficit in humans”, Pharmacology Biochemistry and Behavior, Volume 47, Issue 4, April 1994, S. 935 – 94. Ebenso: Mahoney, C. R., “Tyrosine supplementation mitigates working memory decrements during cold exposure”, Physiology & Behavior Volume 92, Issue 4, 23 November 2007, S. 575 – 582. Ebenso: O’Brien, C., “Dietary tyrosine benefits cognitive and psychomotor performance during body cooling”, Physiol Behav. 2007 Feb 28;90(2-3), S. 301 – 07.
Quelle

Magill, R. A., et al., “Effects of Tyrosine, Phentermine, Caffeine d-amphetamine, and Placebo on Cognitive and Motor Performance Deficits During Sleep Deprivation”, Prev Next, Volume 6 Issue 4 (01 January 2003), S. 237 – 246.
Quelle

Neri, D. F., et al., “The effects of tyrosine on cognitive performance during extended wakefulness”, Aviation, Space, and Environmental Medicine, Vol 66(4), Apr 1995, S. 313 – 319
Quelle

Deijen, J. B., et al., “Effect of tyrosine on cognitive function and blood pressure under stress”, Brain Research Bulletin, Volume 33, Issue 3, 1994, S. 319 – 323
Quelle

U.S. Food and Drug Administration, „CFR – Code of Federal Regulations Title 21“
Quelle

Palinkas LA1, et al., „Psychoneuroendocrine effects of combined thyroxine and triiodothyronine versus tyrosine during prolonged Antarctic residence.“, Int J Circumpolar Health. 2007 Dec;66(5):401-17
Quelle

Flockhart DA1., „Dietary restrictions and drug interactions with monoamine oxidase inhibitors: an update“, J Clin Psychiatry. 2012;73 Suppl 1:17-24. doi: 10.4088/JCP.11096su1c.03
Quelle

CatherineO’Briena, et al., „Dietary tyrosine benefits cognitive and psychomotor performance during body cooling“, Physiology & Behavior Volume 90, Issues 2–3, 28 February 2007, Pages 301-307
Quelle

Deijen, J. B., et al., “Tyrosine improves cognitive performance and reduces blood pressure in cadets after one week of a combat training course”, Brain Research Bulletin Volume 48, Issue 2, 15 January 1999, S. 203 – 209
Quelle

Banderet, L. E., et al., “Treatment with tyrosine, a neurotransmitter precursor, reduces environmental stress in humans”, Brain Res Bull. 1989 Apr;22(4), S. 759 – 62.  Quelle



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