Kaliummangel – wie entsteht er?

Kaliummangel – wie entsteht er?
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Was ist eigentlich Kalium und wie steht es im Zusammenhang mit einem Kaliummangel?

Kalium ist ein chemisches Element, welches im Periodensystem mit K abgekürzt wird. Es handel sich um ein wichtiges Elektrolyt im Körper und hilft so bei der Kommunikation zwischen Zellen und Nervenzellen. Aber was macht einen Kaliummangel im Körper aus?

Wie kommt es zu einem Kaliummangel?

Ein Kaliummangel wird auch als Hypokaliämie bezeichnet und benennt einen Zustand, bei dem zu wenig Kalium im Blutserum enthalten ist. Bei einem Erwachsenen bedeutet das eine Konzentration unter 3,8 mmol/ Liter.

Im Körper wird die Kaliumaufnahme und die Kaliumabgabe durch das Hormon Aldosteron reguliert. Überflüssiges Kalium wird in den Urin abgegeben. Hier liegt auch eine mögliche Ursache für einen Kaliummangel.

Ursachen für eine Hypokaliämie

Eine Ursache für einen Kaliummangel liegt in einer erhöhten Ausschüttung von Aldosteron oder Cortisol. Dies führt wiederum zu einer vermehrten Ausschüttung von Kalium über die Nieren in den Urin. Durch diese Wirkung kann es zu einem Kaliummangel kommen. Ähnliche Effekte weisen Diuretika und Antibiotika auf, weswegen man bei der Einnahme solcher Medikamente unbedingt auf den Kaliumwert achten muss. Unter ärztlicher Aufsicht sollte dies allerdings kein Problem darstellen.

Auch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt können eine Hypokaliämie verursachen, da durch den vermehrten Flüssigkeitsverlust und andere Beschwerden es leichter zu einer schlechten Versorgung und erhöhten Absonderung kommt.

Kaliummangel

Eine weitere Ursache kann eine Mangelernährung sein, wobei Kalium in den verschiedensten Lebensmitteln enthalten ist. Einige Beispiele sind Hülsenfrüchte, Kartoffeln und andere Gemüsesorten. Dementsprechend läuft man bei einer ausgewogenen Ernährung keine zu große Gefahr an einem Kaliummangel zu erkranken.

Es gibt also verschiedene Ursachen für einen Mangel, aber wofür brauchen wir eigentlich Kalium in unserem Körper, neben seiner wichtigen Aufgabe als Elektrolyt?

Wofür brauchen wir Kalium?

Kalium erfüllt viele wichtige Funktionen im Körper. So hilft es einen gesunden Blutdruck aufrechtzuerhalten. Des Weiteren wirkt es bei vielen motorischen Abläufen mit. Zudem reguliert es den Flüssigkeitsgehalt in Zellen und eine weitere wichtige Funktion stellt die Hilfe bei der Reizweiterleitung in den Nerven dar. Zuletzt steuert Kalium auch viele Muskeln, vor allem bei der Steuerung des Herzens nimmt Kalium eine wichtige Rolle ein.

Unter Anbetracht dieser Funktionen von Kalium lassen sich auch viele Symptome der Hypokaliämie erklären.

Symptome für eine Hypokaliämie

Da Kalium sehr wichtig für das Herz ist, ist ein Symptom für einen Kaliummangel die Herzrhythmusstörung. Ein Mangel kann außerdem zu einer Muskelschwäche und Müdigkeit führen. Weitere Symptome sind Stimmungsschwankungen, Polyurie und Kopfschmerzen.

Aufgrund der Auswirkungen auf das Herz, die ein Kaliummangel nach sich ziehen kann, sollte man die Symptome ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen. Denn ein akuter Kaliummangel stellt einen Notfall dar, bei welchem dem Patienten sofort Kaliumchlorid verabreicht wird. Bei einem nicht akuten Mangel kann auch eine kaliumreiche Ernährung das Problem beheben.

Kaliummangel

Hierbei ist zu betonen, dass eine kaliumreiche Ernährung keine Hürde darstellt, da viele Gemüsesorten, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Säfte und Nüsse Kalium enthalten und eine abwechslungsreiche Ernährung einem Mangel sehr gut vorbeugt. Worauf allerdings geachtet werden sollte, ist die Zubereitung des Gemüses. Denn hierbei sollte möglichst eine schonende Garmethode gewählt werden. Beim Kochen in Wasser geht nämlich das meiste Kalium im Kochwasser verloren. Deswegen sollte dem Kochen das Dünsten oder Garen vorgezogen werden, um möglichst viele Vitamine zu erhalten. Trotz allem gibt es Personengruppen, die mehr auf ihr Kalium achten müssen.

Welche Personengruppen neigen eher zu einem Kaliummangel?

Kaliummangel

Ältere Menschen laufen eine größere Gefahr an einem Kaliummangel zu leiden, da sie häufig ein geringeres Durstgefühl verspüren. Deswegen ist es sehr wichtig für sie viel zu trinken, besonders gut geeignet sind hier auch Kräutertees und Saftschorlen. Denn sie verfügen über einen hohen Gehalt an Kalium. Ebenso müssen Menschen mit Entwässerungstabletten auf ihren Kaliumwert achten, genauso wie Menschen mit Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen. In diesem Fall sollte man die Tabletteneinnahme sowieso von einem Arzt begleiten lassen, welcher auch falls nötig ein entsprechendes Kalium-Präparat dazu verschreibt.